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Weniger Leerstand – attraktivere Innenstadt

Neue Förderrichtlinie für mehr Gewerbe in der Dinklager Innenstadt

Dinklage. Der Gewerbeleerstand in der Dinklager Innenstadt soll reduziert werden. Diesem Ziel haben sich die Mitarbeiterinnen im Citymanagement Christin Voßmann und Verena Peters sowie der städtische Wirtschaftsförderer Karsten Vagelpohl als Mitglieder des Arbeitskreises Leerstandsmanagement verschrieben. Ein wichtiges Werkzeug auf dem Weg zu diesem Ziel soll die neue Förderrichtlinie der Stadt Dinklage sein, die der Arbeitskreis entwickelt hat und die seit Anfang 2024 in Kraft ist.

Seit Herbst 2023 bilden Wirtschaftsförderer Karsten Vagelpohl sowie die Mitarbeiterinnen im Citymanagement Christin Voßmann und Verena Peters den Arbeitskreis Leerstandsmanagement. "Als Citymanagement sind wir für die Bekämpfung von Leerstand mit zuständig, in der Entscheidung aber begrenzt, so dass die Stadt behilflich sein muss, beispielsweise wenn es um Informationen zu Liegenschaften geht", schildert Verena Peters. So ergab sich, dass Citymanagement und Stadt das Thema in Zusammenarbeit angingen mit Karsten Vagelpohl als festem Ansprechpartner und Mitglied des Arbeitskreises. Ob per Telefon, Mail oder persönlich: Das Trio ist sehr intensiv im Austausch und trifft sich regelmäßig. Und hat mit dem neuen Förderprogramm rasch ein Instrument entwickelt, den Leerstand effektiv zu bekämpfen. Die Idee für ein Förderprogramm war im Arbeitskreis schnell geboren. Das Grundgerüst stand in wenigen Tagen. "Man muss konkurrenzfähig bleiben, in anderen Kommunen gibt es ebenfalls Anreizsysteme", sagt Verena Peters.

Ziel des Förderprogramms ist die Steigerung der Attraktivität und Belebung des Zentrums in Dinklage und damit Reduzierung der gewerblichen Leerstände. So gewährt die Stadt Dinklage im Rahmen von Neugründungen/Start-ups eine Förderung in Form eines monatlichen Mietzuschusses bei Neuvermietung, um einen Anreiz und eine Unterstützung zu einer Neueröffnung zu schaffen. Das Vorhaben muss zur gewünschten Belebung und Vielfältigkeit der Innenstadt beitragen, einen Mehrwert für die Dinklager Innenstadt bzw. die Bürger haben und darf nicht zu Trading-Down-Effekten führen. Das bestehende Angebot soll dabei gestärkt und ergänzt werden. Innovative und interessante Nutzungskonzepte sind gewünscht. Vorhaben, die in Dinklage noch nicht zu finden sind, wird der Vorzug gegeben. Ausgeschlossen ist zum Beispiel eine Förderung von Vergnügungsstätten sowie überregional agierenden Filialisten.

Die Förderung erfolgt in Form eines monatlichen Mietzuschusses. Gefördert werden Neueröffnungen, Neuansiedlungen und Start-ups aus den Bereichen Einzelhandel und Gastronomie. Gefördert werden 50 Prozent der monatlichen Nettokaltmiete, jedoch maximal 500 Euro pro Monat, über einen Zeitraum von 15 aufeinanderfolgenden Monaten.

Die Förderung setzt bei den Fixkosten an und gibt somit Anreize für Mieter und Vermieter. "Wir hoffen auf neue, spannende und interessante Geschäfte, die die Innenstadt noch attraktiver machen.

Gastronomie wäre toll, ein Café prima", sagt der Wirtschaftsförderer und ergänzt: "Wir wollen keinen Verdrängungswettbewerb fördern, sondern Vielfalt und Kundenfrequenz erhalten." Karsten Vagelpohl freut sich über die fraktionsübergreifend große Unterstützung seitens der Politik für das Förderprogramm.

Die Förderung soll Gründer fördern und ihnen Anregungen bieten, aber ebenfalls Anregungen für Vermieter liefern. "Wir haben Leerstände in Dinklage, auf dem Immobilienmarkt wird aber nicht viel Leerstand angeboten", weiß Verena Peters. Von den aktuell 14 leerstehenden Ladenlokalen könnte gut die Hälfte ohne großen Aufwand schnell wieder bezogen werden. Allerdings wird derzeit nur 1 Leerstand offensiv beworben.

In Bezug auf die aktuelle Leerstandsituation sagt Christin Voßmann: "Wir haben eine sehr lebendige Innenstadt, es könnte aber noch besser sein." Vor allem gelte es, Lauffeuer oder Kettenreaktionen bei Schließungen zu verhindern – insbesondere angesichts der Tatsache, dass es sicherlich in den nächsten Jahren auch Veränderungen im Einzelhandel in der Stadt geben wird. "Der Status Quo ist noch gut, es geht aber um Zukunftsfähigkeit. Ganz wichtig ist, Langzeit-Leerstände zu verhindern", erläutert Verena Peters. "Wir wollen die Innenstadt weiter beleben und die Vielfalt erhalten beziehungsweise wenn möglich noch erweitern", verdeutlicht Christin Voßmann.

Das Fördergebiet begrenzt sich auf den Kernstadtbereich. Aus gutem Grund: "Wir wollen kein 2. Zentrum auf der Grünen Wiese, sondern die Innenstadt beleben", betont Verena Peters.

Die Richtlinie gilt seit Jahresanfang. Konkrete Anträge hat es noch nicht gegeben, aber bereits 2 Anfragen. "Die ersten Interessensbekundungen sind da, Gespräche laufen. Mal schauen, ob sich daraus Anträge ergeben", sagt Karsten Vagelpohl.

Darüber hinaus ist es auch möglich, in einem Objekt 2 Konzepte parallel umzusetzen. "In Zukunft wird es sicherlich auch neue und aktuell noch unkonventionellere Modelle im Einzelhandel geben, bei denen mehrere Nischenanbieter gemeinschaftlich Produkte und Dienstleistungen anbieten und den Einkauf in der Stadt zum Erlebnis machen", gibt der Wirtschaftsförderer als Ausblick.

Christin Voßmann ermutigt insbesondere jüngere Menschen, sich zu trauen, einen Laden zu eröffnen. "Sie können bis zu 15 Monate mit der Förderung arbeiten und schauen, ob das Geschäftsmodell auch ohne Förderung funktioniert."

Jetzt geht es allen Beteiligten darum, für die Förderung zu werben, diese weithin bekannt zu machen und vielen Menschen Mut zu machen, die mit der Förderung verbundenen Chancen zu ergreifen.

Wer Interesse an der Förderung hat, kann sich immer sehr gerne beim Arbeitskreis melden. "Wir geben weitere Auskünfte und können Kontakte herstellen", sagt Christin Voßmann und ergänzt: "Alle, die Ideen haben oder Hinweise rund ums Thema Leerstand geben können, können sich ebenso jederzeit gerne bei uns melden."

Fest steht, dass Anträge schnell bearbeitet werden und die Beteiligten nicht lange auf Rückmeldung warten müssen. "Da garantieren wir kurze Wege", betont das Trio.

Für das Jahr 2024 stehen maximal 20.000 Euro, die von der Stadt bereitgestellt werden, zur Verfügung, womit 4 bis 5 Einheiten gefördert werden können. "Wir sind da aber flexibel, es ist kein starres System", sagt Karsten Vagelpohl. Die Förderrichtlinie ist nicht befristet und gilt somit dauerhaft.

Der Arbeitskreis Leerstandsmanagement ist überzeugt, dass mit der Förderung spürbare Verbesserungen in der City einhergehen. "Oft haben Mieter und Vermieter diametral entgegengesetzte Interessen. Vermieter wollen möglichst langfristige Verträge, Mieter kurzfristige. Durch die Förderung können wir auch Vermietern ein hohes Maß an Rückhalt und Sicherheit geben", schildert Verena Peters. "Und bei Mietern können wir die Hemmschwelle deutlich senken - auch angesichts möglicher Investitionen ins Ladenlokal", beschreibt Christin Voßmann. Sie sagt: "Es ist sehr wichtig, dass die Menschen aus Dinklage auch in Dinklage und nicht im Internet einkaufen. Wir sind total überzeugt, dass sich durch die Förderung sehr viele Leute mit tollen Konzepten melden, die richtig Bock haben, Dinklage noch attraktiver zu machen."




Schwimmkurse in den Osterferien

Schwimmabzeichen in den Ferien erwerben – Plätze beim Aquajogging frei

Dinklage. Im Dinklager Hallenbad H2O finden in den Osterferien von Montag (18. März) bis Donnerstag (28. März) Schwimmkurse in Bronze, Silber und Gold statt. Darüber hinaus wird es noch einen Kurs „Seepferdchen“ für Kinder ab sieben Jahren geben. Veranstaltet werden diese durch die beiden Schwimmmeister der Stadt Dinklage, Meik Slak und Michael Dyck. Aktuell sind für die jeweiligen Kurse noch Plätze verfügbar.

Der Kurs beinhaltet neun Einheiten und findet vom 18. März bis 28. März jeweils montags bis freitags vormittags statt. Die Zeiten variieren nach den Anmeldezahlen und werden individuell mitgeteilt. Eventuell zusätzliche Zeiten können bei den Schwimmmeistern im H2O erfragt werden.

Darüber hinaus sind für den Aquajogging-Kurs, der jeweils donnerstags stattfindet, noch wenige Plätze frei. Den Aqua-Jogging-Kurs veranstaltet Michael Dyck donnerstags in der Zeit von 20 Uhr bis 20.45 Uhr. Der Hubboden wird bei 1,80 Metern eingestellt sein.

Der nächste Kurs startet am 22. Februar, ist auf eine Teilnehmerzahl von 30 Personen beschränkt und umfasst zwölf Einheiten. Die Teilnahmegebühr beträgt 72 Euro zuzüglich Eintritt ins Hallenbad.

Anmeldungen nehmen die Schwimmmeister telefonisch unter 04443/514958 oder per Mail an frei-hallenbad@dinklage.de entgegen.




Ganzjährige Leinenpflicht im Naturschutzgebiet „Burgwald"

Zuwiderhandlungen stellen Ordnungswidrigkeit dar und werden geahndet

Dinklage. Vermehrt kommt es im Dinklager Burgwald zu unliebsamen Begegnungen zwischen Besucherinnen und Besuchern des Geländes und freilaufenden Hunden. Dies belegen zahlreiche Beschwerden, die bei der Stadt Dinklage eingehen.

Das Ordnungsamt der Stadt Dinklage weist darauf hin, dass im Naturschutzgebiet „Burgwald Dinklage“ ganzjährig Leinenpflicht für Hunde herrscht. Diese Regelung gilt für alle Hundehalterinnen und Hundehalter gleichermaßen. Es ist darauf zu achten, dass Hunde jederzeit an der Leine zu führen sind und nicht frei laufen gelassen werden.

Wie die Stadt Dinklage weiterhin mitteilt, gilt das Verbot Hunde frei laufen zu lassen gemäß Paragraph 3 Absatz 2 Buchstabe a) der Naturschutzverordnung „Burgwald Dinklage“. Damit gilt die Leinenpflicht nicht nur während der Brut- und Setzzeit, sondern ganzjährig.

Das Ordnungsamt weist darauf hin, dass die Leinenpflicht ab sofort vermehrt überprüft wird. Zuwiderhandlungen stellen eine Ordnungswidrigkeit dar und werden mit einem entsprechenden Ordnungsgeld belegt.




Musikschule Romberg bei „Jugend musiziert“ vertreten

Erste Preise für Lilo Menke, Jonathan Heitmann und Julius Brüggemann

Vechta/Dinklage. Mit rund 70 jungen Musikerinnen und Musikern war der Regionalwettbewerb „Jugend musiziert“, der am letzten Samstag im Januar in der Kreismusikschule in Vechta stattfand ziemlich gut besucht. Waren die Zahlen der Teilnehmenden während und nach Corona deutlich rückläufig, sind nun wieder deutlich mehr Kinder und Jugendliche dem Aufruf ihr musikalisches Können einer berufenen Jury zu präsentieren gefolgt.

Auch die Musikschule Romberg in Dinklage war mit mehreren jungen Musikerinnen und Musikern vertreten und freut sich vor allem über die ersten Preise die errungen werden konnten.

Der 11-jährige Jonathan Heitmann aus Mühlen, nahm in der Kategorie Tenorhorn / Bariton / Euphonium teil. Jonathan lernt seit mehr als vier Jahren bei Christoph Pille das Spiel des Tenorhorns und wurde von Christian Aumann am Klavier bei seinem Vorspiel begleitet. Bei dem sich obligatorisch an das Vorspiel anschließendem Beratungsgespräch hoben die Juroren besonders seine gut ausgeprägte Artikulation und Interpretation der Stücke, sowie seine für einen 11-jährigen sehr gute Technik am Tenorhorn hervor. Ihnen hätte sehr viel Freude bereitet, seinem Vorspiel zuzuhören. Der Lohn: ein erster Preis mit 23 Punkten und die Weiterleitung zum Landeswettbewerb nach Hannover, der im März stattfindet.

Julius Brüggemann und Lilo Menke vertraten die Musikschule Romberg in der Kategorie Gitarre. Die beiden lernen Gitarre bei Lehrer Norbert Fischer und haben sich intensiv auf den Wettbewerb vorbereitet. Für ihre Leistungen wurden sie jeweils mit einem ersten Preis belohnt.

Julius, der in der Altersgruppe II (geb. 2012, 2013) antrat, konnte sich dabei über einen ersten Preis mit 21 Punkten freuen. Lilo (Altersgruppe III – 13-14 Jahre) bekam einen ersten Preis mit 23 Punkten zugesprochen und darf sich zudem über die Weiterleitung zum Landeswettbewerb nach Hannover freuen.

Mit Musikalität, einer gut entwickelten Technik und besonderer Spielfreude haben die jungen Musizierenden der Musikschule Romberg die Juroren überzeugt.




2.500 Euro für Malteser Herzenswunsch

Erlös aus dem Fettmarktmontag konnte nun übergeben werden

Dinklage. Auch wenn der Dinklager Fettmarkt inzwischen schon ein paar Tage her ist, konnte jetzt der Erlös aus dem Fettmarktmontag durch die Stadt Dinklage, vertreten durch den Allgemeinen Vertreter des Bürgermeisters, Christoph Bornhorst, an den „Malteser Herzenswunsch“ übergeben werden. Mit vielfältiger Unterstützung zahlreicher Dinklager Vereine, die ebenfalls an der Übergabe teilnahmen, konnte die Stadt einen Überschuss von 2.500 Euro erwirtschaften, der nun an die Vertreterinnen und Vertreter der Malteser in Form eines überdimensionalen Schecks überreicht wurde.

Dass das Geld aus dem Fettmarktmontag genau richtig angelegt ist, zeigten die verschiedenen Beispiele, über die der Koordinator der Initiative bei den Maltesern, Jan Gelhaus, berichtete. Gelhaus zeigte auf, wie der Malteser Herzenswunsch unterstützend tätig werden kann bzw. Wünsche erfüllt, was teils zu kollektiver Ergriffenheit bei den Teilnehmenden der Scheckübergabe führte.

Stadtbeauftragter Josef Bischof, Jan Gelhaus, Bernd Windhaus und Petra Beumker von den Maltesern berichteten eingehend über die Arbeit des Malteser Herzenswunsches und stellten die Wichtigkeit einer solchen „Einrichtung“ heraus. Die Initiative „Herzenswunsch“ der Malteser richtet sich an Erwachsene und Kinder, die schwer erkrankt sind, eine Behinderung haben oder stark in ihrer Mobilität eingeschränkt sind. Die Malteser erfüllen Herzenswünsche, um Krankheit, Schmerzen und Sorgen eine Zeit lang in den Hintergrund treten zu lassen und ein Stück Lebensqualität zu schenken. „Die Art der Wünsche, die an uns gerichtet werden, ist äußerst vielfältig“, sagt Jan Gelhaus. Er berichtete dabei unter anderem von dem Wunsch nach dem Besuch einer Taufe oder einem 93-jährigen Mann, der noch nie das Meer gesehen hatte.

Die Wunscherfüller der Malteser sind erfahrene Sanitäterinnen und Sanitäter, Pflegekräfte oder speziell geschulte Helfende, die sich ehrenamtlich für die Wunscherfüllung einsetzen. In diesem Zusammenhang riefen Stadtbeauftragter Josef Bischof und Jan Gelhaus Interessierte auf, sich zum „Wunscherfüller“ ausbilden zu lassen. „Auch Quereinsteiger sind herzlich willkommen, mit dabei zu sein“, so Gelhaus. So finde am 9. März 2024 (Samstag) von 9 bis 17 Uhr im Pfarrheim Waltberthaus in Wildeshausen eine entsprechende Ausbildung statt. „Alle, die dazu beitragen möchten, dass Herzenswünsche in Erfüllung gehen, sind hierzu herzlich eingeladen,“ so Gelhaus. Medizinische Vorbildung sei aber keine Voraussetzung, machte Gelhaus deutlich. Die Teilnahme ist kostenfrei.

Die Vertretenden der Malteser möchten Menschen ermutigen, die einem schwer erkrankten oder pflegebedürftigen Menschen einen Herzenswunsch erfüllen möchten, mit dem Malteser Herzenswunsch in Kontakt zu treten. Die Initiative ist am Lattweg 2 - 4 in Vechta beheimatet und unter der Telefonnummer 04441/9250-0 oder per E-Mail an herzenswunsch.oldenburg@malteser.org erreichbar.

Nähere Infos zum Malteser Herzenswunsch gibt es auch auf der Internetseite der Malteser unter www.malteser-offizialatsbezirk.de

Die Initiative „Malteser Herzenswunsch“ finanziert sich ausschließlich aus Spenden. Interessierte, die die Initiative mit ihrer Spende unterstützen möchten, können dies an die IBAN DE49 3706 0120 1201 2250 15 mit dem Stichwort „Herzenswunsch“ tun.




Dinklage hat ein neues Jugendparlament

18 Mitglieder im neuen Gremium - Emilie Kohlmeier übernimmt Vorsitz

Dinklage. Am Donnerstagabend um 19.53 Uhr waren die letzten Formalien beschlossen, Fragen geklärt und Fotos geschossen. Danach stand fest: Das zweite Dinklager Jugendparlament (Jupa) kann jetzt offiziell seine Arbeit aufnehmen. Auf der konstituierenden Sitzung des politischen Gremiums wählten die 18 neuen Mitglieder Emilie Kohlmeier zur Vorsitzenden. Zu den stellvertretenden Vorsitzenden sind Kevin Meier und Mikael Siwiec gewählt worden, die neue Kassenwartin ist Lisa Schwerter. Meier ist übrigens auch der einzige Jugendliche aus dem vorherigen Parlament, der wieder kandidiert hat.

Das sind die Mitglieder des neuen Jugendparlaments: Dalya Ablak, Joel Beyen, Julian Bußmann, Said Cetinkaya, Johannes-Emil Fresenborg, Adam Haak, Maria Honkomp, Emilie Kohlmeier (Vorsitzende), Eduard Luft, Kevin Meier (1. Stellvertreter), Madlin Omer, Marvin Schwarz, Lisa Schwerter (Kassenwartin), Lilly Seyfert, Mikail Siwiec (2. Stellvertreter), Viktoria Stang, Sydney Steinhaus und Tyreen Steinhaus.

Auf der konstituierenden Sitzung, die drei Zuhörerinnen (Susanne Witteriede, Tanja Ruhe, Maria Gröne) besuchten, ging es vornehmlich darum: Organisatorisches zu klären und den Vorstand zu wählen, damit das neue Jupa seine Arbeit aufnehmen kann. Dass die Jugendlichen Lust und Ideen haben, sich zu engagieren, zeigte sich an den Redebeiträgen. Für den Jupa-Vorsitz bei den geheimen Wahlen kandidierten gleich sechs Jugendliche.

Die neue Vorsitzende Emilie Kohlmeier darf jetzt als beratendes Mitglied an den Sitzungen des Ausschusses für Jugend, Familie, Senioren und Inklusion (JFSI) teilnehmen. Ansprechpartnerin für die Jugendlichen von der Verwaltung ist ab sofort Tatjana Ortmann, die neue Leiterin des Familienbüros.

So bürokratisch wie die erste Sitzung des Jugendparlaments nötig war, um die Geschäftsordnung zu verabschieden, sollen in Zukunft die Sitzungen des Jugendparlaments aber ausdrücklich nicht laufen. Das Gremium soll künftig weniger starre Regeln zur Führung und Leitung haben. Der förmliche Charakter des vorherigen Jupas sei eher kontraproduktiv gewesen, erklärt Bürgermeister Carl Heinz Putthoff.

Das heißt zum Beispiel: Es werden keine Protokolle mehr geführt. Es muss auch keine Beschlussfähigkeit für Sitzungen mehr gewährleistetet sein. Putthoff sagt: „Es soll lockerer zugehen.“ So wie die vergangenen 2 Jahre im Jupa liefen, damit waren die Jugendlichen selber, aber auch die Verwaltung und die Politik nicht zufrieden.

Zur Erinnerung: Rund um die Herbstferien schien das Aus für das Dinklager Jugendparlament, das im Herbst 2021 gestartet war, quasi schon besiegelt. Eigentlich hätte das neue Jugendparlament schon zwischen dem 21. bis 29. September gewählt werden sollen. Doch zu diesem Zeitpunkt lagen der Verwaltung nur drei Bewerbungen vor. Trotz zahlreicher Gespräche, Anschreiben an die Jugendlichen, Vereine, Schulen und Verbände.

Doch dann lagen der Verwaltung plötzlich 27 Bewerbungen vor, weil Jugendpfleger Kalle Kamlage bei seinen Vorträgen in der Oberschule erfolgreich die Werbetrommel gerührt hatte. Am Ende kamen dann 18 Interessierte zur Sitzung. Die allermeisten Jupa-Mitglieder besuchen die Oberschule.

Es gibt aber auch Jugendliche, Schüler am Gymnasium Lohne und im Kardinal-von-Galen-Haus. Oder welche, die wie Kevin Meier gerade eine Ausbildung absolvieren.

Dass die Jugendlichen genug Gesprächsthemen haben, das wurde deutlich, als die Sitzung schon fast beendet war. Doch beim Tagesordnungspunkt "Sonstiges" sprachen die Jugendlichen die Themen an, die künftig angepackt werden sollten. Immer wieder zur Sprache kam das Thema Sicherheit.
In Dinklage sei es an einigen Stellen viel zu dunkel. Zum Beispiel an der Reichensteiner Straße rund um die Höner-Mark-Schule und die beiden Kitas. Oder auf dem Radweg auf dem Alten Bahndamm, wo die Jugendlichen sich eine bessere Belichtung wünschten (die in Planung ist). Selbstverteidigungskurse sollen ebenso angeboten werden.

Wichtig war den Jugendlichen auch ein sauberes Dinklage. Dass eines der neuen Stadtschilder an der Holdorfer Straße mit Graffiti beschmiert ist, sei ebenso ärgerlich wie vollgemüllte Gräben, in denen sich auch Fahrräder finden. Für die Umwelt können die Jugendlichen mehr tun, war der grundsätzliche Tenor. Und klar war auch: Das Jupa muss in der Öffentlichkeit präsenter werden, vor allem auf den Online-Netzwerken.

Bürgermeister Putthoff versprach auf Nachfrage von Jugendpfleger Kamlage erneut, dass das Jupa bei der Planung für die neuen Schultoiletten an der Oberschule involviert werde. Dafür hatte es an der Oberschule jüngst eine Petition gegeben.






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